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Wieso noch 2026 eine Immobilie kaufen?
Wer 2026 über den Kauf einer Immobilie nachdenkt, bekommt viele Argumente zu hören, warum man lieber noch warten sollte.
Die Finanzierung ist teurer als in den Jahren der Niedrigzinsen. Baukosten sind hoch. Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt schwer vorhersehbar. Also vielleicht lieber 2027 kaufen?
Das klingt zunächst vernünftig. Es gibt nur ein Problem: Niemand weiß, ob die Bedingungen im kommenden Jahr tatsächlich besser sein werden.
Für Kaufinteressenten in Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Oranienburg und dem Berliner Norden lohnt es sich deshalb, die aktuelle Situation genauer zu betrachten. Denn der Immobilienmarkt 2026 bietet durchaus Chancen. Nur sehen diese anders aus als vor fünf oder zehn Jahren.
Der Immobilienmarkt ist wieder in Bewegung
Die große Preiskorrektur, auf die manche Kaufinteressenten lange gehofft haben, ist bislang nicht eingetreten.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland im ersten Quartal 2026 durchschnittlich 1,4 Prozent über dem Vorjahresquartal. Gegenüber dem vierten Quartal 2025 gab es ebenfalls ein leichtes Plus von 0,3 Prozent.
Das ist noch kein neuer Immobilienboom. Es zeigt aber, dass sich der Markt nach den deutlichen Veränderungen der vergangenen Jahre stabilisiert hat.
Auch Brandenburg meldet wieder mehr Bewegung. Für 2025 wurden landesweit rund 27.000 Kaufverträge registriert. Das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Der Geldumsatz stieg sogar um 13 Prozent.
Für Menschen, die seit zwei oder drei Jahren auf immer niedrigere Preise warten, ist das eine relevante Entwicklung.
Wer eine passende Immobilie gefunden hat und solide finanzieren kann, sollte seine Entscheidung deshalb nicht allein von der Hoffnung abhängig machen, dass Häuser irgendwann deutlich günstiger werden.
Die Zinsen sind heute Teil der Kalkulation und keine Überraschung mehr
Die extrem günstigen Baufinanzierungen der Niedrigzinsjahre sind Geschichte. Das hat den Immobilienmarkt grundlegend verändert.
Interessant ist aber, was dadurch passiert ist.
Käufer rechnen genauer. Banken prüfen genauer. Und auch Verkäufer mussten ihre Preisvorstellungen teilweise an die neue Finanzierungsrealität anpassen.
Für Kaufinteressenten bedeutet das: Eine Immobilie sollte 2026 nicht danach beurteilt werden, ob die Finanzierung so günstig ist wie 2020.
Die wichtigere Frage lautet, ob Kaufpreis, Eigenkapital, monatliche Belastung und langfristige Lebensplanung heute zusammenpassen.
Wer diese Rechnung solide aufstellen kann, braucht nicht zwangsläufig auf ein unbekanntes Zinsniveau in zwei oder drei Jahren zu spekulieren.
Denn sinkende Zinsen hätten wahrscheinlich auch eine andere Folge: Mehr Käufer könnten wieder aktiv werden. Und mehr Nachfrage kann den Spielraum bei Kaufpreisen und Verhandlungen reduzieren.
Hohe Neubaukosten machen Bestandsimmobilien interessant
Ein weiterer Faktor wird häufig unterschätzt.
Bauen bleibt teuer.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im Mai 2026 fünf Prozent höher als ein Jahr zuvor.
Wer heute zwischen Neubau und Bestandsimmobilie entscheidet, sollte deshalb sehr genau rechnen.
Gerade im Berliner Norden können ältere Einfamilienhäuser interessant sein, wenn Lage, Grundstück und Gebäudesubstanz stimmen. Ein Haus muss nicht bereits vollständig modernisiert sein, um ein guter Kauf zu sein.
Entscheidend ist, die notwendigen Investitionen vor dem Kauf realistisch einzuschätzen.
Wie alt sind Dach und Heizung? Wie steht es um Fenster und Dämmung? Welche energetischen Maßnahmen sind sinnvoll? Welche Arbeiten können später erfolgen und welche sollten kurzfristig eingeplant werden?
Ein günstiger Kaufpreis allein macht noch kein gutes Geschäft. Ein älteres Haus mit nachvollziehbarem Sanierungsplan kann dagegen durchaus interessant sein.
Seit August 2026 ist „Jung kauft Alt“ attraktiver
Besonders Familien sollten sich die aktuellen Fördermöglichkeiten ansehen.
Zum 3. August 2026 wurden die Konditionen des KfW-Programms „Jung kauft Alt“ verbessert.
Familien mit mindestens einem Kind, die die Voraussetzungen erfüllen und eine selbst genutzte Bestandsimmobilie mit schlechtem Energiestandard erwerben und anschließend energetisch sanieren, können nun höhere Förderkredite erhalten.
Je nach Kinderzahl sind Kreditsummen von 140.000 bis 180.000 Euro möglich.
Das kann gerade bei älteren Einfamilienhäusern einen erheblichen Unterschied in der Finanzierung machen.
Zusätzlich existiert weiterhin das KfW-Wohneigentumsprogramm für selbst genutzte Immobilien mit einem möglichen Kreditbetrag von bis zu 100.000 Euro.
Förderprogramme ersetzen natürlich keine solide Finanzierung. Sie können aber dazu führen, dass eine Immobilie, die vor einigen Monaten noch nicht in die persönliche Kalkulation gepasst hat, heute neu bewertet werden sollte.
Glienicke/Nordbahn und der Berliner Norden bleiben besondere Märkte
Bundesweite Immobilienzahlen erzählen immer nur einen Teil der Geschichte.
Wer eine Immobilie in Glienicke/Nordbahn, Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Oranienburg oder im Berliner Norden kaufen möchte, bewegt sich in einem Markt, der stark durch die Nähe zu Berlin geprägt wird.
Genau deshalb sollte man nicht nur fragen: „Wie entwickelt sich der deutsche Immobilienmarkt?“
Viel wichtiger sind Mikrolage, Verkehrsanbindung, Grundstück, Infrastruktur und die konkrete Nachfrage vor Ort.
In Hohen Neuendorf zeigen aktuelle Angebotsdaten beispielsweise weiterhin deutliche Unterschiede zwischen Häusern und Eigentumswohnungen sowie zwischen einzelnen Immobilien. Durchschnittliche Quadratmeterpreise können deshalb eine Orientierung liefern, ersetzen aber niemals die Bewertung eines konkreten Objekts.
Ein gutes Haus in einer gefragten Lage kann sich völlig anders entwickeln als eine Immobilie, die nur wenige Kilometer entfernt liegt.
2026 spricht auch für Käufer, die verhandeln können
Die Jahre, in denen Interessenten teilweise innerhalb kürzester Zeit Kaufentscheidungen treffen mussten, haben viele Menschen noch gut in Erinnerung.
Heute wird wieder genauer geprüft.
Das ist für Käufer grundsätzlich positiv.
Sie können Unterlagen analysieren, Sanierungskosten kalkulieren, Finanzierungen vergleichen und den Angebotspreis kritisch hinterfragen.
Gerade Immobilien mit Modernisierungsbedarf bieten dabei manchmal Verhandlungsspielraum.
Dafür muss man allerdings wissen, was ein realistischer Preis ist.
Ein Haus, das 30.000 Euro günstiger erscheint, kann nach notwendigen Sanierungen das schlechtere Geschäft sein. Umgekehrt kann eine zunächst teurer wirkende Immobilie wirtschaftlich sinnvoller sein, wenn Zustand, Energieeffizienz und Lage langfristig überzeugen.
Kaufen sollte 2026 nur, wer langfristig denkt
Trotz aller Argumente ist 2026 nicht automatisch für jeden der richtige Zeitpunkt zum Immobilienkauf.
Wer beruflich möglicherweise bald umzieht, kaum Eigenkapital besitzt oder die monatliche Belastung nur unter sehr optimistischen Annahmen tragen kann, sollte vorsichtig sein.
Beim selbst genutzten Wohneigentum zählt außerdem die geplante Haltedauer.
Kaufnebenkosten entstehen sofort. Wertentwicklungen dagegen brauchen Zeit.
Deshalb sollte eine Immobilie nicht gekauft werden, weil jemand Angst hat, eine Gelegenheit zu verpassen.
Sie sollte gekauft werden, weil das Objekt, die Finanzierung und die persönliche Lebensplanung zusammenpassen.
Vielleicht ist 2026 besser, als es sich gerade anfühlt
Der Immobilienmarkt 2026 ist anspruchsvoller geworden.
Genau darin kann eine Chance liegen.
Käufer beschäftigen sich wieder intensiver mit Substanz, Finanzierung und langfristigen Kosten. Gleichzeitig stabilisieren sich die Immobilienpreise, der Markt wird aktiver und für bestimmte Käufergruppen wurden Fördermöglichkeiten verbessert.
Wer eine Immobilie in Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Oranienburg oder im Berliner Norden sucht, sollte deshalb nicht darauf warten, dass irgendwann alle Marktbedingungen gleichzeitig perfekt sind.
Diesen Moment gibt es wahrscheinlich ohnehin nicht.
Interessanter ist die Frage, ob eine konkrete Immobilie heute zu einem vernünftigen Preis gekauft und langfristig solide finanziert werden kann.
Schütze Immobilien unterstützt Sie dabei, Immobilien im Berliner Norden realistisch einzuschätzen und nicht nur den Angebotspreis, sondern Lage, Zustand und langfristiges Potenzial zu betrachten.
Denn beim Immobilienkauf entscheidet am Ende weniger das perfekte Jahr.
Entscheidend ist, ob Sie die richtige Immobilie zum richtigen Preis kaufen.
