Wieso es sich nördlich von Berlin gut leben lässt

In Berlin arbeiten, am Wochenende innerhalb weniger Minuten im Grünen sein und abends trotzdem nicht das Gefühl haben, mitten im Trubel einer Millionenstadt zu wohnen.

Genau diese Kombination macht den Berliner Norden für viele Menschen interessant.

Orte wie Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Glienicke/Nordbahn und Oranienburg sind längst mehr als klassische Ausweichorte für Menschen, denen Berlin zu teuer oder zu voll geworden ist.

Sie bieten eine eigene Lebensqualität.

Und genau deshalb lohnt es sich für Immobilienkäufer, den Blick ein paar Kilometer über die Berliner Stadtgrenze hinaus zu richten.

Berlin bleibt nah

Eine der wichtigsten Fragen beim Umzug ins Berliner Umland lautet:

Wie gut komme ich morgens eigentlich noch nach Berlin?

Im Norden ist die Antwort in vielen Orten ziemlich überzeugend.

Birkenwerder ist beispielsweise über die S-Bahn-Linien S1 und S8 angebunden. Die Gemeinde selbst beschreibt den Ort als Alternative zur hektischen Hauptstadt und verweist neben der S-Bahn auch auf die Regionalbahnverbindung.

Von Oranienburg fährt die S1 Richtung Berlin. Hinzu kommen Regionalverbindungen, darunter der RE5 mit Halten unter anderem am Berliner Hauptbahnhof und Potsdamer Platz.

Gerade für Berufspendler ist das entscheidend.

Denn das Leben außerhalb Berlins verliert schnell seinen Reiz, wenn jeder Bürotag mit einer komplizierten Autofahrt beginnt.

Wer dagegen in der Nähe eines Bahnhofs wohnt und viele Wege mit S- oder Regionalbahn erledigen kann, bekommt etwas sehr Attraktives: mehr Ruhe im Alltag, ohne Berlin aufgeben zu müssen.

Mehr Grün ist hier tatsächlich mehr als ein Werbespruch

Beim Immobilienmarketing wird schnell von „naturnahem Wohnen“ gesprochen.

Nördlich von Berlin trifft die Beschreibung allerdings auf viele Wohnlagen tatsächlich zu.

Birkenwerder liegt direkt in der Landschaft des Briesetals. Wälder, Wasser und zahlreiche Möglichkeiten zum Radfahren oder Spazierengehen gehören dort unmittelbar zum Wohnumfeld.

Auch Hohen Neuendorf ist stark durch Grünflächen, Wald und eine vergleichsweise lockere Bebauung geprägt.

Wer aus dichter bebauten Berliner Bezirken kommt, merkt den Unterschied schnell.

Plötzlich ist ein eigener Garten realistischer.

Der Wald beginnt teilweise wenige Straßen weiter.

Kinder können anders draußen spielen.

Und ein Spaziergang am Wochenende muss nicht erst mit einer längeren Autofahrt beginnen.

Das klingt nach Kleinigkeiten. Im Alltag können genau diese Dinge einen erheblichen Unterschied machen.

Besonders Familien entdecken den Berliner Norden

Mit Kindern verändern sich die Anforderungen an eine Wohnlage.

Die Zwei-Zimmer-Wohnung in Berlin, die für ein Paar perfekt funktioniert hat, wird irgendwann zu klein. Plötzlich werden ein zusätzliches Kinderzimmer, ein Arbeitszimmer und vielleicht ein Garten interessant.

Gleichzeitig sollen Kita, Schule, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote erreichbar bleiben.

Genau hier können Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Glienicke und Oranienburg punkten.

Hohen Neuendorf verfügt beispielsweise über mehrere staatliche Grundschulen. Weiterführende Bildungsangebote befinden sich auch in den gut angebundenen Nachbarorten Birkenwerder, Hennigsdorf und Oranienburg.

Oranienburg wiederum besitzt als größere Stadt eine entsprechend umfangreichere Infrastruktur.

Damit entsteht eine interessante Abstufung.

Wer möglichst nah an Berlin bleiben möchte, schaut vielleicht zuerst nach Glienicke/Nordbahn.

Wer viel Grün und eine direkte S-Bahn-Verbindung sucht, findet Hohen Neuendorf oder Birkenwerder interessant.

Wer zusätzlich die Infrastruktur einer größeren Stadt schätzt, kann sich Oranienburg genauer ansehen.

Der Berliner Norden ist eben kein einheitlicher Immobilienmarkt.

Und genau das macht ihn spannend.

Mehr Haus fürs eigene Leben

Viele Kaufinteressenten beginnen ihre Immobiliensuche innerhalb Berlins.

Dann rechnen sie.

Was kostet eine Eigentumswohnung mit vier Zimmern?

Was kostet ein Reihenhaus?

Und was passiert mit dem Budget, wenn zusätzlich ein Garten gewünscht ist?

Spätestens dann erweitert sich bei vielen der Suchradius.

Nördlich der Stadtgrenze verändert sich das Angebot. Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften, Reihenhäuser und Grundstücke spielen hier eine wesentlich größere Rolle.

Das bedeutet nicht automatisch, dass Immobilien im Berliner Norden günstig sind.

Gefragte Lagen haben längst ihren Preis.

Die entscheidende Frage ist vielmehr, was Käufer für ihr Budget bekommen.

Für jemanden, der ohnehin langfristig mehr Platz sucht, kann ein Haus in Hohen Neuendorf oder Birkenwerder besser zur Lebensplanung passen als eine ähnlich teure Wohnung innerhalb Berlins.

Homeoffice hat die Rechnung zusätzlich verändert

Früher musste Wohnort häufig Arbeitsplatznähe bedeuten.

Heute sieht das bei vielen Berufen anders aus.

Wer nur zwei oder drei Tage pro Woche ins Berliner Büro fährt, bewertet 30 oder 40 Minuten Fahrtzeit völlig anders als jemand, der diese Strecke zehnmal pro Woche zurücklegen muss.

Gleichzeitig ist durch Homeoffice ein anderer Wunsch entstanden:

Platz.

Ein zusätzliches Zimmer ist plötzlich nicht mehr nur Gästezimmer, sondern Arbeitsplatz.

Ein Garten kann in der Mittagspause genutzt werden.

Und wer den ganzen Tag von zu Hause arbeitet, nimmt Verkehrslärm, fehlendes Grün und eine kleine Wohnung möglicherweise stärker wahr als früher.

Das Umland kann dadurch für Käufer interessant werden, die vor einigen Jahren noch ausschließlich innerhalb Berlins gesucht hätten.

Ruhe bedeutet nicht, auf Stadt verzichten zu müssen

Beim Begriff „Berliner Umland“ denken manche noch immer an ein Leben weit entfernt von Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen oder Kultur.

Das passt gerade im nördlichen Speckgürtel immer weniger.

Die Orte haben eigene Zentren und Infrastruktur. Gleichzeitig bleibt Berlin erreichbar.

Man kann also am Samstagvormittag in Oranienburg oder Hohen Neuendorf seinen Alltag erledigen und am Abend trotzdem problemlos nach Berlin fahren.

Diese Mischung ist vielleicht einer der größten Vorteile.

Man muss sich nicht vollständig zwischen Stadt und Land entscheiden.

Für Immobilienkäufer zählt die Mikrolage

Trotz aller Vorteile sollte niemand einfach „irgendwo nördlich von Berlin“ kaufen.

Schon wenige Kilometer können einen erheblichen Unterschied machen.

Wie weit ist es zur nächsten S-Bahn?

Wie laut ist die Straße?

Wie sieht die Nachbarschaft aus?

Welche Schulen befinden sich in der Nähe?

Ist das Grundstück gut geschnitten?

Wie lange dauert der tatsächliche Arbeitsweg morgens?

Und passt der Ort auch dann noch zum eigenen Leben, wenn sich Beruf oder Familiensituation verändern?

Gerade im Berliner Umland ist die Mikrolage deshalb entscheidend.

Ein Haus zehn Gehminuten von der S-Bahn entfernt kann für eine Familie völlig anders funktionieren als ein vergleichbares Objekt, bei dem für jeden Weg ein Auto benötigt wird.

Der Berliner Norden ist längst eine eigene Wohnentscheidung

Vielleicht ist genau das der wichtigste Punkt.

Wer nach Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Glienicke/Nordbahn oder Oranienburg zieht, entscheidet sich nicht einfach gegen Berlin.

Er entscheidet sich für eine andere Form des Wohnens.

Mehr Grün. Häufig mehr Platz. Ein ruhigeres Umfeld. Gleichzeitig bleibt die Hauptstadt erreichbar.

Für Familien kann das ebenso attraktiv sein wie für Paare, Berufspendler oder Menschen, die nach vielen Jahren in Berlin bewusst etwas ruhiger wohnen möchten.

Welche Lage dabei die richtige ist, hängt stark vom eigenen Alltag ab.

Als Immobilienmakler für Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Glienicke/Nordbahn, Oranienburg und den Berliner Norden kennt Schütze Immobilien die Unterschiede zwischen den einzelnen Wohnlagen.

Denn manchmal liegen zwischen „zu weit draußen“ und „genau richtig“ nur wenige S-Bahn-Stationen.